week #7

9.-15. Januar 2017


Work Work Work/ Sport/ Geburtstagswochenende/ Lake Torrens


Bis Donnerstag habe ich gearbeitet, jetzt habe ich wieder bis Donnerstag frei. Das ist soo angenehm. Da ich in Roxby für diese Zeit bleibe, habe ich die Kinder zwar trotzdem ständig um mich, aber ich muss nicht ständig die Augen offen halten und aufpassen. 
An meinem ersten freien Tag habe ich die vergangen Tage Revue passieren lassen und festgestellt, wie ungesund ich gelebt habe. Das will ich unbedingt ändern. Im Vergleich zu Sydney, wo ich mich immer selbst um mein Essen kümmern musste, und nur das nötigste gekauft habe, habe ich hier so Gut wie alles zur Verfügung in unserer prall gefüllten Speisekammer. Auch wenn wir mal zum KFC gefahren sind, habe ich mich mitreißen lassen und nicht wirklich nachgedacht.
Auch habe ich sportliche Tätigkeiten außer Acht gelassen. Klar, ich musste mich erstmal mit dem Au Pair sein anfreunden. Da war mein Kopf für sowas nicht frei. Aber jetzt ist es an der Zeit, das wieder besser zu machen. Deswegen habe ich mich am Freitag mal hingesetzt und alles mögliche zu dem Thema aufgeschrieben, was meine Ziele sind, körperlich und ernährungstechnisch. Da wir ja einen Pool haben, kann ich den super nutzen. Und wenn ich meine freien Tage habe, kann ich mich ganz auf den Sport konzentrieren.
Joggen gehen oder ähnliches, muss ich entweder früh morgens oder abends machen, da es tagsüber jetzt einfach viel zu heiß ist.
Am Freitag hatte Lucas Geburtstag. Alle zusammen sind wir zum Roxby Pub gefahren. Dort haben wir dann mit Carl, einem Arbeitskollegen von Lucas gegessen. Danach haben wir 3 Runden Pool gespielt. Carl und Ich gegen Sandrah und Lucas. Wir haben immer gewonnen 😁.
Dort habe ich auch mein erstes australisches Bier getrunken. Und ja.. das ist echt nix gegen unser feines bayerisches Bier.
Als wir Heim gefahren sind, sind wir am Cricket Platz vorbei gefahren, wo gerade ein Nachtspiel stattgefunden hat.
Carl nimmt mich heute am Samstag mit zum Lake Torrens, dem zweitgrößten See Australiens. Er hat in Sydney Ingenieur studiert und war auch schon mal in München.

Ja, auf meine vergleichsweise unspektakulären Woche folgte ein bombastiaches Wochenende. Gegen 6pm hat er mich mit deinem 4WD abgeholt. Den brauchten wir auch, denn die Strecke zwischen Andamooka und dem See war vom vielen Regen ausgeachwemmt worden und die vorherigen Autos hatten die Straße in eine Huckelpiste verwandelt, die hat uns gut durchgeschüttelt.
Carl war ganz überrascht, das war das erste Mal, dass er so weit abseits vom eigentlichen See Wasser gesehen hat. Jedesmal stiegen wir aus und machten Fotos. Je näher wir dann dem See kamen, desto salziger wurde die Umgebung. Irgendwann sind wir dann mit dem Auto nicht mehr weiter gekommen, da die Erde so weich und matschig wurde. Als wir das 5cm tiefe Wasser erreichten glitzerten am Grund tausende von Salzkristallen. Als wir mit unseren Füßen im Wasser standen, waren die nachher ganz weiß. Das Bild was sich mir bot, sah aus wie auf einem von diesen Weltbild-Kalendern. Unglaublich schön, perfekt, unberührt. Und dann kamen wir und zermatschten den See mit unsern Kasfias. 
Als die Sonne untergegangen war, machten wir uns wieder zurück auf den Weg zum Auto. Dann sind die Sterne aufgegangen, wir haben am Straßenrand gehalten, uns auf die Straße gestellt und die Stille auf uns wirken lassen.
Das war einer dieser Momente, in denen man realisiert, dass es Wirklichkeit ist.
Australischer Schnee
Mit Carls Hilfe hab ich versucht ein Bild von den Sternen zu machen. Wir waren bestimmt eine halbe Stunde dort. Als wir wieder im Auto saßen, ging der Mond auf. Der größte Mond, den ich je gesehen habe. Ich wollte ein Foto von ihm machen, sofort habe ich es aufgegeben. Das ist einfach eine Sache, die kann man nur in deinem Gedächtnis festhalten und das ist auch ein schönes Gefühl, wenn man etwas ganz für sich hat und nicht daran denkt, es möglichst gut für andere zu fotografieren.
Es war ein wunderbares Erlebnis und bestimmt nicht das letzte Mal. Ich bin echt froh darüber, dass ich jemand neues kennengelernt hab, denn hier ist das gar nicht so einfach. Bis jetzt hatte ich immer nur Menschen beim Woolies gesehen.
Am Sonntag hatte Sandrah Geburtstag. Während sie bei ihrer Massage war, habe ich auf die Jungs geschaut, was ziemlich entspannt war, denn Brax und ich, sind beide eingeschlafen.
Jetzt gehe ich glaub ich noch ein bisschen schwimmen. 

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