week #9

23. - 29. Januar 2017

Wallaroo / Blanchtown & Murray River / Australia Day / BBQ


Am Montag bin ich mit den Jungs ins Youth Center gegangen, das ist wirklich richtig modern und schoen. Roxby Downs ist zwar nur eine kleine Stadt, aber fuer die vielen Familien und Kinder gibt es echt tolle Angebote. Auf dem Heimweg ist Brax mal wieder eingeschlafen. 
Als ich das Dinner vorbereitet habe, hat Hunter einen Skorpion im Pool entdeckt. Welcome to Australia. Den musste ich natuerlich erstmal retten, oder besser gesagt, ich musste uns vor ihm rette, auch wenn er schon tot war.
Momentan schaue ich wieder Tuerkisch fuer Anfaenger, das gibt mir so ein bisschen deutschen Humor und Heimat.

Da am Donnerstag Australia Day, DER australische Feiertag, ist (Wikipedia: Er erinnert an die Ankuft der First Fleet in Sydney Cove am 26. Januar 1788), sind Lucas, die Jungs und Ich am Dienstag Morgen nach Wallaroo, der Ort in dem Lucas' Eltern leben, aufgebrochen. Dort angekommen haben wir erstmal a bissl gebrotzeitelt.
Ich bin dann ein bisschen am Pier spatzieren gegangen. Ich habe mich auf eine Bank gesetzt und in mein Tagebuch geschrieben. Mittlerweile ist es schon das zweite, das ich hier beginne zu schreiben. Das erste war ein Reisetagebuch, das mir meine Freundin Jana gemacht hat. Tja, das ist jetzt schon voll. Ich versuche jeden Tag etwas reinzuschreiben, auch fuer den Blog, damit ich nichts vergesse und spaeter mal lesen kann. Auf jeden Fall habe ich in Wallaroo begonnen ziemlich viel ueber mich und wer ich bin nachzudenken. Dazu habe ich eine Liste angefangen, mit Dingen, die mich ausmachen und wer ich glaube zu sein.
Nach dem Dinner sind Lucas und Ich zum Strand gefahren und haben den Sonnenuntergang beobachtet.

Am Mittwoch sind wir zusammen nach Kadina gefahren, dort haben Lucas und Sandrah vor Roxby gelebt. Am Nachmittag sind wir zum Moonta Bay gefahren und einen langen Steg entlang gelaufen. Es war super windig! Um 10:30 pm sind wir dann nach Blanchetown aufgebrochen. Auf dem Weg haben wir Sandrah aufgegabelt, die mit einem Lift nach der Arbeit runter nach Adelaide gefahren ist.
Blanchetown ist eine kleine Ortschaft oestlich von Adelaide am Murray River. Dort haben Freunde von uns eine "Shack", also ein Ferienhaus. Dort werden wir bis zum Sonntag bleiben und den Australia Day verbringen. Nach 3 Stunden Fahrt konnten wir endlich ins Bett.


Donnerstag - AUSTRALIA DAY


Bis Samstag waren wir dann jeden Tag am River, Kneeboarden, Jetski fahren, BBQ, baden, fun.
Eine weitere Beschaeftigung, die ich hier in Australien fuer mich entdeckt habe, ist das Lesen. Ich war nie die grosse Leseratte, die ein Buch nach dem Anderen verschlungen hat. Ich habe immer gerne die Schullektueren gelesen, aber fuer mich als Hobby, war Lesen nie wirklich was. Zuerst hatte ich "Clown Under" gelesen, ein Buch ueber die Erlebnisse eines Work & Travellers, das hatte mir meine Tante vor meiner Abreise geschenkt. Und dann hatte ich mir ueber Ebay "Tracks" von Robyn Davidson bestellt, auch eine Geschichte, die Robyn selbst erzaehlt. Den Film dazu, hatte ich zu Hause in Deutschland mit meinen Eltern geschaut. Seitdem hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen und ich wollte unbedingt das Buch dazu lesen. Das habe ich waehrend den River-Days gemacht und ich bin sehr begeistert! Da es auf einer wahren Begebenheit basiert und der Schreibstil der Autorin so ehrlich und klar ist, kann ich mich so gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken nachvollziehen. Sie plant eine Reise von Alice Springs zum Indischen Ozean und nimmt den Leser mit auf ihrem Weg voller Strapazen, Selbstfindung, Gedanken, Freude..
Ein wunderbares Buch, eine beeindruckende Story.

Am Sonntag sind wir nach dem Fruehstueck zurueck nach Roxby gefahren, nach Hause. 
Mittlerweile ist unser Haus zu einem zu Hause geworden. Ich habe mein Zimmer, ich weiss, wo alles steht, wie der Alltag laeuft. Auch wird mein Job als Au Pair von Woche zu Woche einfacher und ich kann es geniessen. Mit Sandrah und Lucas verstehe ich mich so gut und ich bin sehr dankbar, dass sie mich so in ihr Leben involvieren und teilhaben lassen.










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