Flugmodus



Grade (29.11.2016) sitzen wir im Flieger von Manila nach Sydney. Bis jetzt haben wir ungefähr 23 Flugstunden absolviert. Es ist ziemlich anstrengend, vor allem der erste Flug war etwas kribbelig. Aber mittlerweile fühlt sich alles ziemlich routiniert an.
Jeder Handgriff sitzt. Gepäck aufgeben, Wasser austrinken, Sicherheitskontrolle, Wasser wieder auffüllen, Boarding, Sitzplatz suchen, es sich so gemütlich wie möglich machen, Ohrstöpsel rein, Musik an und dann kann's auch schon los gehen.
Und das ganze 3 mal.
Mein bester Einschlaftipp?
TKKG - Hörbucher auf Spotify.
Als wir in Istanbul nach unserem Gepäck gesucht hatten, war meins nicht da.. erster Gedanke: Mh, scheiße. Dann haben wir mal bei Lost & Found geschaut, und da lag mein Backpack dann einfach so rum. Puuh, alles klar.
In Kuwait konnte uns keiner so richtig sagen wo wir hin mussten. Denn wir dachten, wir bräuchten ein Visum, da es so in unseren Infos zu den Boarding Pässen stand. Also haben wir erstmal eine halbe Stunde damit verbracht, eine Nummer zu ziehen und so einen Wisch auszufüllen. Bis uns dann gesagt wurde, dass wir gar kein Visum brauchen. Dann haben wir uns mal wieder auf die Suche nach unseren Backpacks gemacht. Der Transfer Beauftragte unseres Vertrauens, verschwand mit unseren Reisepässen und unseren Boarding Pässen und kehrte kurz darauf mit der Info zurück, dass unser Gepäck schon auf dem Weg in den nächsten Flieger war.
Äh, okay, ja gut. Normalerweise mussten wir uns selbst um die Gepäckaufgabe kümmern, deswegen waren wir etwas verwundert. Wir hofften einfach, dass das schon so stimmen würde und suchten dann nach unserem Gate.
Eine Riesenschlange, bestehend aus gut 500 philippinischen Frauen kam uns entgegen. Jap, das war unser Gate. Wieder wunderten wir uns, da das Boarding erst in zwei Stunden beginnen sollte. Also setzten wir uns daneben auf die Sitze und warteten.
Als es dann losging, wurde die Schlange irgendwie nicht weniger, denn es gab nur einen Schalter. Als dann ein zweiter Schalter geöffnet wurde, standen wir ganz vorne. Hier merkt man dann auch den Unterschied zu deutschen Sicherheitskontrollen. Es wird einfach das ganze Handgepäck durchgeschoben, elektrische Geräte, Flüssigkeiten.. Nobody cares.
Der längste Flug mit 9 Stunden, aus dem dann fast 11 Stunden wurden, stand uns bevor. Umringt von gut 1000 Philippinos saßen wir zum ersten mal in einem Flieger mit 9 Sitzen pro Reihe.
Diese machten ununterbrochen Selfies, ob mit oder ohne Selfiestick oder spielten mit den Stewardessen Rate-Spiele. Gegen Ende wurde dauernd Geld eingesammelt und anschließend geklatscht.
In Manila angekommen, nahm sich uns eine quirlige Angestellte an, die uns mit Wachpersonal begleitete und sich kümmerte, dass wir keinen Stress hatten. So durften wir in einen abgesperrten Bereich, wo uns auch gleich unser Gepäck entgegen fuhr. Schranken und Kontrollen wurden einfach übergangen und so hatten wir im Handumdrehen alle Dokumente beisammen.
Für diesen Service mussten wir zwar 20€ bezahlen, - wir hätten sowieso keine andere Wahl gehabt - aber das war es uns dann auch Wert.
Meine Ernährung:
- altbewährte "Schwartau fruity Riegel" mit viiiieel Frucht von Edeka
- das Mair'sche Grundnahrungsmittel Reiswaffeln von Aldi
- Salametti Minisalamis - Paprika, luftgetrocknet, edelschimmelgereift, Spitzenqualität
Erste Wahl sag ich euch, vor allem, wenn einem dann der Duft von Reis mit Hähnchen vom Sitznachbarn in die Nase steigt.
Ach und dann noch der Jetlag. Also wenn man auf seiner Armband Uhr 4:53 Uhr, am Handy 07:53 Uhr  stehen hat und sowieso noch 5 andere Weltuhren-Widgets Anzeigen für den "Überblick" hat, sorgt das schon mal für Verwirrung.
Und wenn man dann noch im Dunkeln losfliegt, den Sonnenaufgang sieht, und man dann innerhalb von 9 Stunden wieder im Dunkeln landet, checkt man gar nichts mehr.
Ganz nach dem Motto "Welches Jahr ist heute?"
Gerade geht mal wieder die Sonne auf, in 4 Stunden werden wir laut Plan landen. Und dann heißt es nur noch Gepäck suchen und raus aus dem Flughafen. Endlich! Irgendwie fühlt es sich gar nicht so an, als hätten wir in den letzten Stunden 2 Tage überflogen.
Aus den Planungen ist Wirklichkeit geworden.
"Let the adventure begin"

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